Du liebst mich – also bin ich

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Mir fiel ein Buchtitel auf: „Du liebst mich, also bin ich“ von Hans-Joachim Eckstein
Was für eine Botschaft! Der Autor schreibt:

Ich denke, also bin ich.
Ich fühle, also bin ich.
Ich arbeite …
Aber begründet das mein Leben?

Was mich zutiefst bestimmt und erfüllt,
ist mein Bezogensein auf dich.
Denn du liebst mich – also bin.
Ich bin von Dir geliebt – das bin ich

Hans-Joachim Eckstein

Ein anderes Buch von H.-J. Eckstein hat den Titel: Lass uns Liebe lernen
Auch hier ist der Titel schon Inhalt. Ein wichtiger Appell. Das Buch soll Hilfe dazu sein. Der folgende Text öffnet die Sicht auf das „Du„:

Was dich von anderen unterscheidet

von: H.-J. Eckstein

Du bist der erste Mensch, der mich so sehr liebt und der so sehr mich liebt. Es gibt viele Menschen, die mich lieben, aber ich habe Angst bei ihrer Liebe, Angst davor, dass sie einmal wirklich mich entdecken und erschrecken. Ihre Zuneigung wird vielleicht in Abneigung umschlagen, wenn sie nicht nur meine Schwachheit erkennen, sondern auch meine Grenzen, mein Versagen und meine negativen Eigenarten.

Es gab vor Dir andere Mädchen, die mich liebten, aber oft spürte ich, dass sie letztlich nicht mich meinten. Bei manchen war ich nur Antwort auf ihre Fragen, Platzhalter für ihre Bedürfnisse – es hätte aber auch jeder andere sein können. Manche meinten schon meine Person, aber nicht mich. Sie versuchten dauernd, an mir herumzuformen. Meine Lebensziele, mein Verständnis von Glauben, meine positiven Eigenschaften und Gaben wollten sie immer ihren Verhältnissen anpassen und Dinge an mir fördern, die mir als unwesentlich erschienen – ich fühlte mich bei allem Bemühen und Reden unverstanden.

Ich erlebe, dass Du in Deiner Liebe den >Willen zu mir< hast, dass Du beim Enträtseln meiner Person nicht ernüchtert wirst, sondern Dich über jede Entdeckung freust. Weil Du mich so stehen lässt, wie ich bin, und willst, dass ich >ICH< bin, habe ich den Mut, mich dir anzuvertrauen, mich Deiner Kritik auszusetzen, meine Ziele und Vorstellungen, mein Verhalten und meine Eigenarten von Dir hinterfragen zu lassen. Du kamst nicht, um zu verändern, aber gerade deshalb gibt es niemanden, der mich so leicht verändern kann. Und jedes mal habe ich den Eindruck, mir selbst einen Schritt näher gekommen zu sein.

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