Genial: Deine Zukunft und Du

Ich und Du„The Future You“ – Das ist der Titel der diesjährige TED Konferenz. Und das konkretisiert Jorge Mario Bergoglio, also Papst Franziskus, in seinem TED Vortrag zu „Eine Zukunft gibt es nur im ‚Du'“. Damit greift er das Thema dieser Seiten auf. Wie schön! Unbedingt ansehen.

Die drei Punkte seines Vortrages könnten das Sumsinagro-Thema nicht besser umreißen:

  1. „Wir können nur eine Zukunft erschaffen, wenn ausnahmslos alle zusammenstehen“. Und: „Glück kann nur entdeckt werden, als ein Geschenk der Harmonie zwischen dem Ganzen und jedem einzelnen Teil“: Also das Organismus-Prinzip.
  2. Liebe als Quelle und Bedeutung des Lebens. Ein leidenschaftlicher Appell, die menschliche Kreativität nicht nur auf Produkte, sondern auf Brüderlichkeit und Solidarität anzuwenden und Hoffnung zu „produzieren“. Also: →Beziehung als Leitmotiv.
  3. „Revolution der Zärtlichkeit“. Die Art und Weise ist wichtig. Nicht nur Ziel, sondern auch der Weg. „Zärtlichkeit ist die Sprache der kleinen Kinder.“ „Zärtlichkeit ist keine Schwäche,sondern eine Stärke. Es ist der Pfad der Solidarität. Es ist der Pfad der Demut.“ Also: Der Weg zum Ziel, die Art und Weise muss „menschlich“ sein. Hier geht es um Zärtlichkeit, Schönheit. Wahre Menschlichkeit ist Gott-Ähnlichkeit. Wie könnte es anders sein? Gott ist ja der Vater, wir die Kinder.

 

Und schließlich – und das wird aktuell immer wichtiger – die Reziprozität von Macht und Demut: „Je mächtiger man ist, desto mehr werden sich die eigenen Handlungen auf andere auswirken, desto mehr ist man verpflichtet, demütig zu handeln. Ansonsten wird Ihre Macht Sie und andere ruinieren. (…) Durch Demut und konkrete Liebe hingegen wird Macht — die höchste und stärkste Form — ein Dienst, die Kraft des Guten.

Ein leidenschaftlicher, aber so vergeblicher Apell, angesichts der menschlichen Natur? Werden wir jemals Frieden haben?

Bergoglio sieht einen konkreten Baustein dafür. Und da kommt „du“ – und kommst Du – ins Spiel:

Die Zukunft liegt vor allem in den Händen der Menschen, die den anderen als „Du“ und sich selbst als Teil eines „Wir“ erkennen.

Blessings,

S. (@ 20. Aug 2017)




Gestaunt: „Doch! Ich habe die Wahl“

ichHabeDieWahl„Ich habe die Wahl!“
Der Film ⇒Von Menschen und Göttern beschreibt am Beispiel der Trappisten-Mönche von Tibhirine das Ringen um „DU-Orientierung“ und Feindesliebe.

Das ⇒Testament von Christian de Chergé ist ein „must-read“.

Wenn es mir eines Tages geschehen sollte – und das könnte heute schon sein – ein Opfer des Terrorismus zu werden, der sich nun auch gegen alle Fremden in Algerien zu richten scheint, so möchte ich, daß meine Gemeinschaft, meine Kirche, meine Familie sich daran erinnern, daß mein Leben Gott und diesem Land geschenkt wurde…




Über…

… mich

Wer bin ich? Du willst den Menschen kennenlernen, der diese Seiten füllt? Oder suchst du nicht viel eher einen Verbündeten oder einen Gegner? Oder eine Bestätigung? Sicherheiten? Antworten?

… oder dich

Oder suchst du dich selbst: Wer bin ich? Bin ich richtig? Akzeptiert? Liebenswert? Brauchbar? Du willst dich kennenlernen. Und dafür brauchst du einen Spiegel. Eine Begegnung.

Ja und da bist du hier richtig.
Denn hier geht es um dich.
Oder auch: Um das DU.
Martin Buber sagt: „Der Mensch wird am DU zum ICH“.
Also stellen wir uns einander vor.

„Mein Name ist Mensch.“

„Hallo Mensch!“

„Wir sind uns gar nicht so unähnlich.
Wir haben vieles gemeinsam.“

„Die Hebamme rief:
Ein neuer Erdenbürger!
Erst auf dem Amt
wurde ich ein Deutscher.“

„Lass uns an unserer
MENSCHlichkeit arbeiten.“

Worum geht es hier?

Ein Hinweis gibt →folgendes Gespräch. Oder ⇒dieser Text in der Bibel. Oder versuchen sie doch mal den Titel rückwärts zu lesen :-). Aber Achtung! Ein Organismus ist mehr, als eine perfekt arbeitsteilig funktionierende Maschine. In ⇒Wikipedia wird ⇒erläutert, dass der Terminus Organismus als Gegenüberstellung zum Begriff ‚Mechanismus‘ eingeführt wurde.

Auch lesen wir da, dass man bei Organismen Zweck und Mittel nicht mehr trennen kann. Die Bestandteile eines Organismus stehen in einer besonderen Beziehung zueinander. Ein zweites Element ist die Beziehung zu einem Gemeinsamen. Und wieder gilt, dass diese beiden Elemente nicht zu trennen sind. Jesus Christus ⇒äußerte sich deshalb so.

Hier soll es also um die grundlegende Bedeutung von Beziehungen gehen. Grundlegend für das Leben. Zumindest, wenn es um Leben geht, dass „komplex und lebensfähig“, „frei und erfolgreich“, „verletzlich und stark“ sein soll oder muss.

… und den ganzen Rest

Soweit der Überblick.
→Begleite mich auf dieser Entdeckungsreise …

S.

P.S.: →Allumfassende Brüderlichkeit




Gedanke! …also bin ich?

egoWir leben in einer Zeit, in der der Rationalismus angebetet wird:
„Ich denke – also bin ich“
Wir leben in einer Kultur, in der die Tat angebetet wird:
„Ich arbeite – also bin ich“
Wenn dann die Tat alleine nicht mehr reicht:
„Ihr bewundert mich – also bin ich“
Und wenn die Anerkennung nicht mehr ausreicht:
„Mein Wille geschieht – Also bin ich“
Wir ahnen wo das hinführt.

Bin ich? ….

Alternative? ….

Du liebst mich – also bin ich